Künftige Entwicklung der NORMA Group
Die NORMA Group legt einen strategischen Fokus auf die nachhaltige Wertschöpfung. Wesentliche Ziele sind ein stetiges Umsatzwachstum, eine Profitabilität über dem Branchendurchschnitt und ein möglichst effizienter Kapitaleinsatz. Darüber hinaus verfolgt die NORMA Group einzelne themenspezifische Nachhaltigkeitsziele, um so ihrem eigenen Anspruch an einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt gerecht zu werden. Dazu gehört unter anderem die Reduzierung von CO2-Emissionen. STRATEGIE UND ZIELE
Zu den finanziellen Steuerungskennzahlen der NORMA Group gehören der Konzernumsatz, das bereinigte EBIT bzw. die bereinigte EBIT-Marge sowie der operative Netto-Cashflow. Diese Kennzahlen münden zudem in den sogenannten NORMA Value Added (NOVA). Als wesentliche nichtfinanzielle Steuerungskennziffer gelten seit dem Geschäftsjahr 2023 die CO2-Emissionen, die seit 2020 auch innerhalb der Vorstandsvergütung eine Zielgröße zur Ermittlung eines Teils der langfristigen Vorstandsvergütung (ESG-LTI) darstellen. STEUERUNGSSYSTEM UND STEUERUNGSKENNZAHLEN.
Die erwartete Entwicklung der wesentlichen finanziellen Steuerungskennziffern und das Ziel der CO2-Emissionen im Geschäftsjahr 2025 wird nachfolgend dargelegt. Dabei ist insbesondere Folgendes zu beachten: Die nachfolgende Prognose der NORMA Group basiert auf der zum 31. Dezember 2024 gültigen und für das Jahr 2025 zunächst erwarteten Berichtsstruktur. Die Gründe dafür sind: Die NORMA Group hat zwar am 28. November 2024 die Entscheidung über den Verkauf der globalen Aktivitäten der Geschäftseinheit Water Management bekanntgegeben. Der Ausgang und das Ergebnis des im Januar 2025 eingeleiteten Verkaufsprozesses sind zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses (18. März 2025) noch offen und werden auch durch externe Faktoren beeinflusst. Aus aktueller Sicht sind daher zum selbigen genannten Zeitpunkt die Kriterien nicht erfüllt, die eine Einstufung der Geschäftsaktivitäten als „nicht fortgeführt“ rechtfertigen würden. Somit werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der globalen Aktivitäten der Geschäftseinheit Water Management in der nachfolgenden Prognose der NORMA Group inkludiert.
Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2025
Angelehnt an die im Prognosebericht dargelegten Einschätzungen relevanter Wirtschaftsforschungsinstitute und Branchenverbände erwartet der Vorstand der NORMA Group, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 herausfordernd bleiben wird. Insbesondere die anhaltenden geopolitischen Spannungen sorgen für Unsicherheiten und eine hohe Volatilität im Marktumfeld. Ein sich zunehmend anbahnender Handelskrieg aufgrund protektionistischer Maßnahmen seitens der US-Regierung - beispielsweise die Einführung von Strafzöllen und entsprechende Folgen daraus weltweit - werden unterdessen als potenziell belastende Faktoren gesehen. Negative Impulse für die globale Wirtschaftsentwicklung werden zudem unverändert aus den weiteren Entwicklungen im Ukraine-Krieg und im Nahen Osten sowie die damit einhergehenden Auswirkungen auf die globalen Wertschöpfungs- und Transportketten erwartet. Der Vorstand der NORMA Group SE blickt aufgrund des fortgesetzt schwierigen Umfelds mit der gebotenen Vorsicht auf das Geschäftsjahr 2025.
Entwicklung des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2025
Vor dem Hintergrund der anhaltend volatilen Rahmenbedingungen geht der Vorstand der NORMA Group davon aus, dass die Geschäftsentwicklung insbesondere im 1. Halbjahr 2025 von einer weiterhin zurückhaltenden Nachfrage geprägt sein wird. Dagegen lässt das 2. Halbjahr 2025 eine Wiederbelebung des Geschäfts in Teilen der für die NORMA Group relevanten Kundenindustrien erwarten. Unter Berücksichtigung der hier genannten Faktoren antizipiert der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz in der Bandbreite von rund EUR 1,1 Mrd. bis rund EUR 1,2 Mrd. Diese Prognose wird jedoch unter der Annahme getroffen, dass im Jahresverlauf 2025 weltweit keine weiteren negativen Faktoren auftreten, die zu erheblichem Druck auf die Geschäftsentwicklung der NORMA Group führen könnten.
Bereinigte EBIT-Marge
Ein Fokus der NORMA Group liegt auf der Erhaltung und dem Ausbau der Profitabilität. Entsprechend werden alle Geschäftsaktivitäten strategisch darauf ausgerichtet. Dabei soll die Profitabilität des Konzerns unter anderem durch geeignete operative Effizienzmaßnahmen, beispielsweise im Rahmen des WACHSTUMS- UND EFFIZIENZPROGRAMMS „STEP UP, nachhaltig gesteigert werden. Dies umfasst etwa kontinuierliche Optimierungen der operativen Geschäftsprozesse, die darauf abzielen, den Konzern auf nachhaltig profitables Wachstum auszurichten sowie die Wettbewerbsfähigkeit der NORMA Group weiter zu verbessern und langfristig zu erhalten. Die Maßnahmen aus dem “Step Up”-Programm sollen auch im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt implementiert werden, woraus positive Impulse auf die Ergebnisentwicklung zu erwarten sind. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich der seit dem 4. Quartal 2024 abnehmende und durch externe Faktoren beeinflusste Umsatztrend vor allem im 1. Halbjahr 2025 auch in der EBIT-Marge widerspiegeln wird. Daneben ist die Entwicklung der bereinigten EBIT-Marge im Geschäftsjahr 2025 durch Aufwendungen beeinflusst, die mit dem am 17. Februar 2025 vermeldeten vorzeitigen Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Guido Grandi in Zusammenhang stehen.
Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 mit einer bereinigten EBIT-Marge in Höhe von rund 6 % bis rund 8 %. Die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge ist an die Voraussetzung gebunden,
dass keine massiv ungünstigen Marktbedingungen entstehen, die gegebenenfalls zu wesentlichen Zusatzkosten beziehungsweise zu Einschränkungen in der Umsetzung der operativen Effizienzmaßnahmen führen könnten.
Im Hinblick auf die Bereinigung des Ergebnisses erwartet der Vorstand wie in den Vorjahren, dass Abschreibungen in Verbindung mit Kaufpreisallokationen im Rahmen von vergangenen Unternehmenszusammenschlüssen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände berücksichtigt werden. Diese werden sich in Summe und abhängig von Wechselkursentwicklungen im Geschäftsjahr 2025 auf etwa bis zu EUR 15 Mio. belaufen.
Zudem wird in Zusammenhang mit dem Verkauf des globalen Water-Management-Geschäfts zum einen von Transaktionsnebenkosten mit einem Gesamtbetrag von etwa EUR 20 Mio. ausgegangen. Zum anderen werden Sonderaufwendungen für eine Transformation der Organisation im Zuge des Verkaufs des Water-Management-Geschäfts erwartet, deren genaue Höhe derzeit noch nicht abschätzbar ist. Die Gesellschaft beabsichtigt sämtliche Sonderaufwendungen im operativen Ergebnis (EBIT) zu bereinigen.
Operativer Netto-Cashflow
Der operative Netto-Cashflow soll im Geschäftsjahr 2025 unter der Annahme fortgesetzt positiver Effekte im Bereich des Working-Capital-Managements einen Wert in der Bandbreite von rund EUR 75 Mio. bis rund EUR 95 Mio. erreichen.
NORMA Value Added (NOVA)
Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet der Vorstand mit einem NOVA in der Bandbreite von rund EUR -40 Mio. bis rund EUR -20 Mio.
Kohlenstoffdioxid-Emissionen
Die nachhaltige Verringerung von Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) an den weltweiten Standorten ist für die NORMA Group ein wesentlicher Anspruch. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde das Ziel festgelegt, durch die Umsetzung von Maßnahmen 1.000 Tonnen Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Das Ziel umfasst dabei nicht nur die Produktionsstätten, sondern auch Distributionszentren der NORMA Group. Zudem bezieht sich der Wert von 1.000 Tonnen THG-Emissionen sowohl auf Scope-1- als auch auf Scope-2-Emissionen kombiniert.
Künftige Entwicklung der NORMA Group |
T061 |
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Steuerungskennziffer |
Istwert 2024 |
Prognose für das Geschäftsjahr 20251 |
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Konzernumsatz |
EUR Mio. |
1.155,1 |
In der Bandbreite von rund EUR 1,1 Mrd. bis rund EUR 1,2 Mrd. |
Bereinigte EBIT-Marge |
% |
8,0 |
In der Bandbreite von rund 6 % bis rund 8 % |
Operativer Netto-Cashflow |
EUR Mio. |
105,4 |
In der Bandbreite von rund EUR 75 Mio. bis rund EUR 95 Mio. |
NORMA Value Added (NOVA) |
EUR Mio. |
-38,8 |
In der Bandbreite von rund EUR -40 Mio. bis rund EUR -20 Mio. |
CO2-Emissionen2,3 |
t CO2eq |
4.171 |
Vermeidung von 1.000 Tonnen CO2-Äquivalente der an NORMA-Group-Standorten emittierten Emissionen |
1_Die vorliegende Prognose basiert auf der zum 31. Dezember 2024 gültigen Konzernstruktur. 2_Die CO2-Emissionen für den Zielwert wurden im Steuerungssystem bis Ende des Geschäftsjahres 2024 in Anlehnung an das GHG Protocol (marktbasiert, Scope 1 und Scope 2) berichtet. Der Scope 1 beinhaltet ausschließlich Emissionen aus Erdgas und Flüssiggas und der Scope 2 Emissionen aus bezogener Elektrizität und Fernwärme. Bei der Erfassung der Emissionen wurden ausschließlich Emissionen bezogen auf die Produktionsstandorte berücksichtigt. Seit Januar 2022 hat die NORMA Group an allen Produktionsstandorten Strom aus erneuerbaren Energien bezogen. Dazu kauft die NORMA Group „Energy Attribute Certificates“ ein. Diese werden ebenfalls in den Zielwert mit einbezogen. 3_Die in Fußnote 2 dargelegte Methodik wurde im Steuerungssystem bis Ende 2024 angelehnt an die im Geschäftsjahr 2024 herausgegebene Prognose für die CO2-Emissionen von „unter 9.600 Tonnen CO2-Äquivalente“ herangezogen. Mit dem Geschäftsbericht 2025 wird die Änderung der Berechnungsgrundlage in Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) einfließen. Dadurch werden in künftigen Geschäftsberichten im Steuerungssystem die Emissionen aus der Treibhausgasbilanz gemäß der Greenhouse-Gas-(GHG-)Protocol-Initiative in den Kategorien Scope 1 bis Scope 3 für alle Standorte weltweit berichtet werden. |
Legende
Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).